HiHornz Project

the hi hornz projectCD-Rezensionen zu  ‘The Hi Hornz Project’

‚Vier Bläser, dazu Gitarre, Bass und Schlagzeug – das ist das Hi Hornz Project des Trompeters Christian Winninghoff. Ein paar Gäste wie der Posaunist Ludwig Nuss oder die Sängerinnen Sam Leigh Brown und Aniko Kanthak wirken ebenfalls noch mit bei diesem beschwingten und vergnüglichen Musikausflug. Der startet erstmal rockig mit schwerer Gitarre, bevor die anschwellenden Bläser eine erste Duftmarke setzen. Knackig-grooviger Funk ist als Nächstes an der Reihe. Dann wird es mit Ska-Flavour eine ganze Spur lässiger, bevor das Tempo wieder mächtig anzieht und mit Balkanduft auf die Tanzfläche schielt. Ja, Ska und der Balkan küssen sich an anderer Stelle dieser vielseitigen Platte sogar. Christian Winninghoff ist mit seinem Horn-Projekt ein schnittiger Wurf gelungen, bei dem energiegeladenes Spiel immer noch elegant bleibt und der Funk mit viel Spielwitz funkelt. Wie das alles live in einem hitzigen, schwitzigen Club klingen mag…
Christoph Giese in Jazz Thing 07/09

Weitere CD-Rezensionen:
‚Einen funky Hummelflug legt Christian Winninghoff da hin! Neben Rimksi-Korsakow, der im lockeren Balkan-Feel daherkommt, bietet „Hi Hornz“ noch andere Kaliber… Funk mit vier SEHR großen Buchstaben präsentiert der Jazzkantine-Trompeter hier. Brillante Arrangements, Tracks mit Witz und Tempo, Musiker in bester Spiellaune und ein Groove, der gnadenlos in die Beine geht – cool, als wären die 70er nie zuende gegangen! Eigentlich ein perfekter
Soundtrack für einen Quentin-Tarantino-Film…
Der Musikmarkt 05/09

Aus deutschen Landen so eine knallige Produktion zu hören, ist doch eher ungewohnt. Trompeter Christian Winninghoff hat sich eindeutig an den Funkbands orientiert, die richtig nach vorne losgehen. Da drücken Bass und Schlagzeug ordentlich nach vorn, und die vierköpfige Bläsergruppe setzt raffinierte Sätze darüber, die synkopisch verschachtelt und in sämtliche Sratosphären abheben. Tower of Power, James Brown, Maceo Parker, Eddie Harris scheinen dem HiHornz Project Pate gestanden zu haben, Martin Ziaja erinnert oft und gerne an die Tower-of-Power-Bass-Legende Rocco Prestia. Auf die schweisstreibenden Grooves für die neben Ziaja noch der Schöagzeuger Kai Schönburg und der Gitarrist Martin Feske zuständig sind, setzen sich die Solisten, allen voran der Leader of the pack, Christian Winninghoff. Der Kölner Jazztrompeter ist bekannt durch seine Mitwirkung bei der Jazzkantine, und das er sich in der funky Musik auskennt, ist wohl zu hören. Er weiß, wie man scharfe Bläsersätze schreibt und eingängige Themen, die sowohl Ohren als auchTanzbeine ansprechen. Schmankerl der CD ist die witzige Bearbeitung des virtuosen Husarenstückchens ‚Der Hummelflug‘ von Rimski-Korsakoff, das es in unzähligen Bearbeitungen für fast alle Instrumente gint – jetzt also auch als funky Version. Die Produktion klingt darüber hinaus hervorragend und es bleibt zu wünschen, dass es der doch etwas größeren Formation möglich sein wird, auch das ein oder andere Konzert spielen zu können.
Angela Ballhorn in Jazzthetik 05/09

Achtung, es phunkt mal wieder ordentlich. Christian Winninghoff, der alte Jazzkantinist, hat das Horn ausgepackt. Genauer: eine vierstimmige Hornsection. Das sind 14 groovige Stücke, die auch Nichtjazzer an den Stil herantanzen lassen könnten und trotzdem noch die sturen Jazzpuristen überzeugen dürften. Klare Bläsersätze, rockige Gitarrenriffs, solistische Jazzpower, die das Genre näher an Ska und Funk heranrücken lässt. Bei „balkan ska“ wird es sogar ein wenig folkloristisch und lustig. Die CD besticht durch Spielwitz und ein enormes
Tempo, das in eben diesem Stück noch mal ungemein gepusht wird. (…)
M. Meyer in der Ostsee-Zeitung, 16.04.2009

Wer bei Horns an die Memphis Horns denkt, muss umdenken: Auch hierzulande gibt es hervorragende Horn Sections. Christian Winninghoff, Trompete, Flügelhorn, Keyboards, hat nach seinen Soloproduktionen „La Vie“ und „Color Music“ für sein vierstimmiges Hi Hornz Project Jan Schneider, Trompete, Marc Leymann, Saxophone, und Marcus Bartelt, Baritonsaxophon, Flöte, versammelt, unterstiitzt durch eine Rhythmusgruppe, bestehend aus Martin Feske, Gitarre. Martin Ziaja, Bass, und Kai Schönburg, Drums. „Rhythm is what makes jazz jazz“ hat der Osnabrücker im vergangenen Jahr mit seiner Band Bahama Soul Club verkündet. Das hatte ein gutes Motto für die Hi Hornz abgegeben, denn die brisante Mischung aus Jazz, Funk, Latin, Klezmer und Ska ist natiirlich extrem rhythmusfixiert – auch wenn einige Titel durchaus melodische Ohrwurmqualitäten haben. Solistische Jazzpower vereint sich mit erdigen Beats und groovigem Funk, glasklare Bläsersätze mit trockenen Rockgitarrenriffs, und Geschwindigkeit ist ohnehin Trumpf. Nach dem „Hi Horns theme“ geht es mit „Hi phunk“ sofort up-tempo weiter, die „kühle Anna“ ist alles andere als cool, und „Bumble bee“ imitiert natürlich nicht den allseits bekannten „Hummelflug“, sondern begleitet das Insekt eher auf der Suche nach den schönsten Blüten. „Balkan ska“ könnte tatsachlich eine bulgarische Hochzeitsgesellschaft zum Tanzen bringen, und auch „Jumpin‘ jive“ ist Energie pur. Christian Winninghoff gelingt in jedem Stück eine perfekte Balance zwischen Ensemblespiel und Soli, das musikalische Gesamtbild resultiert allerdings nicht aus der bloßen Summe von Ensemble plus Solisten, sondern ist vielmehr die Potenz beider. Den
Abschluss bildet das vierminütige „Lip service“ – noch einmal Funk pur. Higher Horns eben.
Rainer Bratfisch in Jazz Podium 09/09

Christian Winninghoff spielt seit fast 15 Jahren in der deutschen Jazzszene Trompete, Nach zwei Soloalben tritt er jetzt mit einem neuen Projekt an die Öffentlichkeit: das Hi Hornz Project, eine Band mit vier Hörnen, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Alles was man mit einer Band mit vier Hörnern plus einer Gitarre, Bass, Schlagzeug Rhythmusgruppe machen kann und das ist eine Menge, wie dieses erste Album zeigt. Funk in allen Variationen steht ziemlich weit oben, dann gibt es aber auch die eine und andere Ska-Nummer, ein wilder Ritt durch Balkanblech, wenige Balladen und eine von allen gesungene Swingnummer zu der noch eine Sängerin dazu kommt. Alles komponiert von Christian Winninghoff. Viel Swing und großes Spielvergnügen zeichnen diese CD aus und das hat auch mit dem spielerischen Können der Beteiligten zu tun. Christian Winninghoff hat lange mit der Jazzkantine gespielt. Für sein Hi Hornz Project und hat er sich mit jungen, namentlich noch nicht so bekannten Musiker zusammengetan, die mit hoher Präzision und Beweglichkeit in den Bläsersätzen überzeugen und dabei von rockigen Gitarrenriffs und einem treibenden Schlagzeug unterstützt werden. In diesem Bumble Bee Stück, in dem es wirklich wie in einem Bienenstock zugeht, sind schon die Tempi Herausforderungen, die jedoch mit Bravour gemeistert werden.
Christiane Gerischer im DeutschlandRadio Kultur, Mai 2009

Christian Winninghoff: The Hi Hornz Project
Winninghoff, Trompeter und Arrangeur (u.a. für Jazzkantine, Bahama Soul Club, Heinz-Rudolf Kunze) hat Publikum und internationale Fachpresse bereits durch 2 Solo-Projekte – darunter das Jazz-Album „La Vie“ – auf sich aufmerksam gemacht. Für diese CD hat er zahlreiche junge und zugleich namhafte Jazzmusiker um sich geschart. Und in dieser Top-Besetzung, darunter eine vierstimmige Hornsection, bringt das Hi Hornz Project einen außergewöhnlichen Sound zustande: Eine tanzbare Mischung aus Jazz, Funk, Reggae und Ska. Und tatsächlich ist es so, wie im Pressetext von GLM Music beschrieben: Sowohl für Fans grooviger Funkmusik als auch für Freunde des Jazz ist die CD ein echter Leckerbissen.
kommerzfunk.de 04/09

Hier noch ein CD Tipp fürs Wochenende. Was passiert wenn man eine Gitarre, ein Bass, ein Schlagzeug sowie vier Bläser zusammenbringt? Es entsteht das “The Hi Hornz Project” des Trompeters Christian Winninghoff. Zudem gesellen sich noch die Gastmusiker Ludwig Nuss an der Posaune sowie die zwei Sängerinnen Sam Leigh Brown sowie Aniko Kanthak dazu. Entstanden ist ein äusserst Geschmackvolles Album, in Richtung R&B und Soul gepaart mit ordentlichen Funk Grooves wo es aber manchmal auch rockig werden darf, wie beim ersten Song “Hi Hornz Theme”, wo erstmal die Gitarre die Richtung angibt. Und dann kommt auch mal Ska Stimmung auf, beim Song “Balkan Ska”. Hier wird ordentlich Gas gegeben und man merkt, die Musiker haben Ihren Spass an der Sache. Christian Winninghoff beweist mit dieser Platte, dass man es so richtig krachen lassen kann, aber immer mit viel Musikalität, schönem Groove und viel Abwechslung.
Jazzdrummerworld.de 05/09

Konzertrezensionen zu ‚The Hi Hornz Project‘
Heiße Bläsersatze zu schneller Ska-Musik
Mit einem Schlagzeugsolo eröffnete Drummer Kai Schönburg das Konzert des Hi Hornz Project in der Alten Molkerei. Mit gebündelter Energie und atemberaubendem Tempo ging es weiter. Von Anfang an begeisterte die Band mit ihrer brisanten Mischung aus Ska, Jazz und Funk. Christian Winninghoff (Trompete und Flügelborn) Marc Leymann (Saxophon), Martin Feske (Gitarre), Martin Ziaja (Bass) und Kai Schönburg (Schlagzeug) stellten ihre neue CD vor, deren Titel fast ausschließlich von Christian Winninghoff geschrieben, arrangiert und produziert sind. Live auf der Bühne spielte die Band ihre Stücke mit ungeheuer viel Druck. Die Zuhörerschaft dankte es ihnen immer wieder mit Applaus. Bei „Cool Anna“ wechselten Leymann und Winnunghoff die Soloparts. Ihren musikalischen Dialog führten sie mit viel Tempo. Martin Feske – der Gitarrist leitet an der städtischen Musikschule den Popularbereich- löste Winninghoff bei „The Chase“ (Das Rennen) ab und spielte wie auch bei „Jim K“ ein unglaubliches Gitarrensolo. Die Titel „Mr. Picot“ (das Stück erinnert an einen Krimi) und „Like Eddie“, eine Hommage an den Jazzmusiker Eddie Harris überzeugten mit jazzigen Improvisationen, begleitet vom Zwischenapplaus und begeisterten Rufen des Publikums. Dann der Kracher: In „Balkan Ska“ hetzt ein Solo das andere. Die Pause hatten sich Musiker und Zuhörer nach diesem musikalischen Feuerwerk verdient. Martin Ziaja trat später häufiger
als Solist in den Vordergrund und verblüffte mit seiner Spieltechnik. Die Zuhörer waren überrascht, was er aus seiner Bassgitarre alles herauszuholen verstand. Ein gelungenes Experiment war“ Bumble Bee“. Eindrucksvoll spielte „Hi Homz Project“ seine Version von Rimsky-Korskows berühmten „Hummelflug“. Überhaupt bot die Band an diesem Abend ein Konzert vom Feinsten. Glasklare Bläsersatze, unglaublich schnell und virtuos gespielt, klangen zu rockigen Gitarren mit brillanter Melodiensprache. Dazu Kai Schönburg, der sich in Bocholt als Trommler der Extraklasse vorstellte. Am 7. Juni gibt Christian Winninghoff übrigens von 14.30 bis 17.00 Uhr in der Musikschule (Raum 30) einen Workshop für Blechbläser. Für Musikschüler ist die Teilnahme frei, Gäste zahlen zehn Euro.
Gudrun Schröck in der ‚Borkener Zeitung‘, Mai 2010

Aber was gut ist, das hat halt Bestand – das nennt man einen gelungenen Konzertabend: mitreißende Musik vom Hi Hornz Project aus Köln

Das Prinzip des Blind Date kennt man seit Jahren, aber was gut ist, hat halt Bestand. Also: zu Beginn der Freiluftsaison gibt es fürs Publikum einen Abend voller Überraschungen und für die meist ‚frischen‘ Künstler und Künstlerinnen ein imposantes Forum vor rund 1000 Besuchern. Traditionell endet das Blind Date nicht vor drei Stunden. Das ist kein Problem, denn das Programmm, das Uli Pesch und sein Team auf die Beine zu stellen pflegen, ist aller Ehren wert. Hi Hornz etwa, das Projekt des Trompeters Christian Winninghoff. Coole Jungs, die den Jazz und Funk zelebrieren, als hätten sie die Musik von James Brown und Maceo Parker mit der Muttermilch aufgesogen. Pure Energie, groovig, vibrierend, schweißtreibend.
Hermann-Josef Delonge in der ‚Aachener Zeitung‘, 02. Juni 2009

Sternstunde unter freiem Himmel
Christian Winninghoffs hochkarätig besetztes Hi Hornz Project vereinigt sattesten Bläsersound, knackigen Funk, verspielten Jazz mit dem Schuss Originalität, der sich nicht nur von der Masse abhebt, sondern auch einfach nur Spaß macht. Vom ersten Stück ‚Hi Hornz Theme‘ an lassen die doppelten Trompeter Christian Winninghoff und Jan Schneider, Marc Leymann (Tenorsaxophon), Marcus Bartelt (Baritonsaxophon), Martin Feske (Gitarre), Dominik Kremer (Bass) und Kai Schönburg am Schlagzeug die Vermutung aufkommen, das ‚fette Bläser‘ im Ensembe eigentlich zu den Rhythmusinstrumenten gezählt werden müssen. Wie zur Bestätigung übernimmt ausgerechnet Schlagzeuger Kai Schönburg das erste Solo des Abends. Filigran, mit den Tonhöhen seiner Trommeln und Becken spielend, der Groove lebt mit dem erneuten Einsatz der Bläser auf. Was diese dann solistisch bringen, ist einfach der Mehrwert der Melodieinstrumente. Eingängige Phrasen, dezente harmonisch freie Passagen, das Timbre der Instrumente. Doch dann legen die Hi Hornz einen Zacken zu. Marc Leymann greift zum Sopransaxophon und spielt Klezmer. Irre. ‚Balkan Ska‘ klingt so turbulent, packend und verrückt, wie es der Titel verspricht. Steigern lässt sich dieses nur noch mit dem einzigen ‚klassischen‘ Stück des Abends, geschrieben von einem ‚ernsten Russen‘. Rimski-Korsakows ‚Hummelflug‘ verwandelt sich unter den aufpeitschenden Gitarren- und Schlagzeugrhythmen, den Wechselbässen und Bläsereinwürfen zur russischen Polka. Ein entspannter ‚Green Card Bolero‘, zwei Stücke, die Winninghoff seinen Töchtern widmet. Dann haben die Hi Hornz ‚Kohldampf‘. Oder heißt das Stück so, weil es derart viel Dampf macht? Applaus. Noch eine Zugabe. Applaus. Für die Dinslakener Jazzfreunde war es eine kleine Sternstunde unter freiem Himmel.
Bettina Schack in der NRZ, 15.09.2009

(…) Die Gruppe hat ein erstaunlich improvisatorisches Verständnis untereinander entwickelt. Mit großer Sensibilität bewegen sich Christian Winninghoff, Jan Schneider, Marc Leymann (Tenor-Saxofon) und Marcus Bartelt (Bariton-Saxofon) durch ein originelles Programm. Alle vier erweisen sich als hervorragende Improvisatoren mit enorm beweglicher Phrasierungsgabe. Schon beim Aufschlag mit dem ‚Hi Hornz Theme‘ – eine von den Martin Feske (Gitarre) und Dominik Kremer (Bass) mit fetten Rockgitarren gepeitschte Up-Tempo-Nummer -, zeigen die Jungs, was Sache ist. Schlagwerker Kai Schönburg zieht darunter ein agiles Fundament. Sein vitaler Pulsschlag wird auch für die nächsten zwei Stunden dieses spätsommerlichen Freiluft-Konzerts die Geschwindigkeit bestimmen. Die Besucher kommen auf ihre Kosten. (…) Hochkarätiger Jazz, dem selbst Menschen, die für gewöhnlich seichtere klänge bevorzugen, anerkennend applaudieren. Das Hi Hornz Project ist ein Funk- und Ska-orientiertes Projekt. Man spürt es mit jeder Note, die die aus der Kölner und Berliner Jazzszene kommenden Musiker spielen. Ob sie der ‚Bumble Bee‘ hinterher jagen oder beim ‚Balkan Ska‘ auf die bulgarische Sahne hauen, aus allem strahlt Lebendigkeit, Spielfreude und pure Energie. Hier stehen sieben Könner auf der Bühne, die solistisch zeigen, was sie drauf haben, sich ihrer Qualitäten als Ensemble aber voll bewusst sind. Tolles Konzert.
Ralf Schreiner in der Rheinischen Post, 15.09.2009